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19.11.2019 09:56 Uhr

Auch BMW-Kunden sind vom Dieselskandal betroffen

Beim Dieselskandal haben sich vor allem Volkswagen und Daimler in den Köpfen der Kunden festgesetzt. Gegen den einen Konzern wird aktuell die Musterfeststellungsklage in Braunschweig verhandelt, der andere ist wegen immer neuer Rückrufe durch das Kraftfahrt-Bundesamt im Fokus der Öffentlichkeit.

Doch auch andere Hersteller sind vom Abgasskandal betroffen. BMW zum Beispiel, wenngleich es hier aktuell um wesentlich weniger Fahrzeuge geht als bei den beiden anderen Unternehmen. Ende Juli 2019 waren es rund 12.000 Dieselautos der 5er- und 7er-Reihe, die zwischen 2012 und 2017 gebaut wurden (M550d xDrive Limousine und Touring, 750d xDrive und 750Ld xDrive. BMW musste deswegen bereits Schadensersatz in Höhe von 8,5 Millionen Euro zahlen. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft München: fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung durch fehlerhafte Daten.

Die Strafe fiel vergleichsweise milde aus, wenn man bedenkt, dass Volkswagen 2018 zu einer Milliarde Euro beziehungsweise 800 Millionen Euro Bußgeld wegen Verletzung der Aufsichtspflichten verurteilt wurde.

Unterschiedliche Abgasreinigung je nach Betriebsmodus

Wie bei VW und Mercedes geht es auch bei BMW um die umstrittene Art der Abgasreinigung. In einer Präsentation des Unternehmens ist von zwei verschiedenen Methoden zu lesen. Zum einen gibt es den „Füllstandsbetrieb“. Hier sei der Wirkungsgrad optimal. Anders im “Online-Dosiermodus” bei höheren Abgastemperaturen, wenn der AdBlue-Einsatz gedeckelt wird.

Zudem werde im „Bereich Emissionszyklen“ soviel AdBlue eingespritzt, dass die Stickoxid-Werte die gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Das ist jedoch nur im Prüfmodus der Fall, denn im Straßenbetrieb wird die AdBlue-Menge gedrosselt. BMWs Begründung: So würde man unter anderem schädliche Ablagerungen verhindern.
Inzwischen bietet BMW ein Software-Update für die betroffenen Fahrzeuge an. Die beseitigen das eigentliche Problem der Abgasreinigung aber nicht zwangsläufig. Daher raten wir Verbrauchern, eine Klage gegen den Autohersteller abzuwägen. Unser Online-Check gibt eine unverbindliche Einschätzung der Erfolgschancen.