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08.11.2019 09:22 Uhr

Auch Rückrufe für Porsche Cayenne 4.2 L und Panamera 4.0 L

Wenn über den Dieselskandal berichtet wird, geht es meist um den Autohersteller Volkswagen. Zum Konzern gehört aber nicht nur die Wolfsburger Marke, sondern auch Audi, Skoda, Seat - und Porsche. Während Seat und Skoda beinahe unauffällig sind, gibt es über die beiden Premiumhersteller zu diesem Thema regelmäßig negative Schlagzeilen. Nun hat es erneut Porsche getroffen.

Vor einiger Zeit hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) veröffentlicht, dass ein von ihr getesteter Porsche Cayenne S 4.2 TDI mit Euro-5-Norm 2.146 Milligramm Stickstoffdioxid pro Kilometer ausgestoßen habe. Der gesetzliche Grenzwert liegt allerdings bei 180 Milligramm, also einem Zwölftel. Offenbar ist auch bei diesen Dieselmodellen eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut. Anders lässt sich wohl kaum erklären, dass der Cayenne mit diesen Werten eine Typenzulassung erhalten hat.

Porsche tut nichts und das KBA schaut zu

Und so ordnete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im August 2018 einen Rückruf an. Porsche hätte die unzulässigen Abschalteinrichtungen umgehend zu entfernen. Passiert ist seitdem jedoch nichts, denn es gibt kein Software-Update für den Cayenne 4.2 L. Druck macht das KBA aber offensichtlich auch nicht, denn bislang gab es keinerlei Konsequenzen dafür, dass Porsche die Fahrzeuge noch immer nicht zurückgerufen hat. Auch die Kunden wissen von keinem Rückruf, denn der Autohersteller hat ihn nicht öffentlich gemacht.

In der Datenbank des KBA lassen sich hingegen folgende Rückrufe finden:

● Ende 2017: Porsche Cayenne 3.0 mit Euro-6-Norm
● 2018: Porsche Macan 3.0 mit Euro-6-Norm
● 2018: Porsche Cayenne 4.2 mit Euro-5- und Euro-6-Norm
● 2018: Porsche Panamera 4.0 mit Euro-6-Norm
Es scheinen also weitaus mehr Dieselmodelle der Zuffenhausener über eine unzulässige Abschalteinrichtung zu verfügen als bislang bekannt.