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30.08.2019 08:44 Uhr

Die wichtigsten Informationen zur Diesel-Nachrüstung

 

Ende Oktober soll es losgehen. Dann beginnen die Nachrüstungen von Dieselautos der Euro-5-Norm, damit diese nur so viel Schadstoffe ausstoßen wie es der für die Fahrverbote relevante Grenzwert vorsieht. Denn der Abgasskandal hat deutlich gemacht: Viele Hersteller haben sich Typenzulassungen für ihre Modelle erschlichen, indem sie eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut haben.

 

In diesen Fällen hat eine Software erkannt, ob sich der Schummel-Diesel im Prüfmodus befindet. Daraufhin wurde der Stickstoffausstoß soweit reduziert, dass er der Norm entsprach und das Fahrzeug die Prüfung bestand. Im normalen Straßenverkehr funktioniert dieser Prozess nicht.

Erste Systeme genehmigt

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), das für die Typzulassungen zuständig, musste nun Genehmigungen für Nachrüstsysteme erteilen

 

Ende Oktober soll es losgehen. Dann beginnen die Nachrüstungen von Dieselautos der Euro-5-Norm, damit diese nur so viel Schadstoffe ausstoßen wie es der für die Fahrverbote relevante Grenzwert vorsieht.

 

 

 

Mercedes Volkswagen AG Volvo  
Hersteller: Dr. Pley SCR Technology Hersteller: Baumot Hersteller: Dr. Pley SCR Technology
C 220 CDI, C 250 CDI, E 220 CDI, E 250 CDI, GLK 220 CDI, V 220 CDI (Motor OM651) diverse Modelle der Marken VW, Skoda, Audi und Seat (Motoren EA189 und EA 288) XC60, XC70, S60, V60, V70 mit 2.0 und 2.4 Diesel

 

 

Nachrüstung kostet einige tausend Euro

Für die Fahrer dieser Modelle ist die Nachrüstung freiwillig. Das ist nur fair, denn sie kostet zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Bei Volvo muss der Kunde alles selbst bezahlen, bei Mercedes und Volkswagen hängt es hauptsächlich vom Wohnort des Verbrauchers ab, ob er bis zu 3.000 Euro erstattet bekommt.
Die Bundesregierung hat einige Schwerpunktstädte mit besonders hoher Luftverschmutzung definiert. Das sind Backnang, Bochum, Darmstadt, Düren, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Heilbronn, Kiel, Köln, Limburg an der Lahn, Ludwigsburg, München, Reutlingen und Stuttgart. Wer hier wohnt und sein Fahrzeug vor dem 2. Oktober 2018 dort zugelassen hatte, der kann auf einen Zuschuss hoffen. Für Pendler und Schwerbehinderte gibt es Ausnahmegenehmigungen.

Erst informieren, dann in die Werkstatt

Autofahrer können auf den Webseiten der Hersteller nachlesen, ob und wie sie an das Geld kommen. Ein entsprechender Antrag auf die Kostenerstattung kann aber erst gestellt werden, wenn die Nachrüstung erfolgt ist. Das geschieht durch anerkannte Werkstätten - das Risiko trägt der Autofahrer. Darauf weisen die Autobauer ausdrücklich hin. Weil die Systeme nicht von ihnen stammen, übernehmen sie auch keine Garantie. Kommt es im Nachhinein zu Schäden, haftet auch hier der Kunde selbst bzw. der Hersteller des Nachrüstsystems.
Es scheint also sinnvoll, dass sich nur diejenigen für eine Nachrüstung entscheiden, die zum einen durch ein Dieselfahrverbot in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und zum anderen vom Autohersteller zumindest den Großteil der Kosten erstattet bekommen.

 

Quelle: https://de.nachrichten.yahoo.com/diesel-nachrüstung-fahrzeuge-kosten-zuschüsse-101735411.html