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04.12.2019 10:56 Uhr

Dieselskandal: Ermittler durchsuchen Geschäftsräume von VW

Es scheint wieder Bewegung in die Ermittlungen rund um den Dieselskandal zu kommen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat laut einem Bericht auf spiegel.de am Dienstag bei Volkswagen in Wolfsburg Geschäftsräume durchsucht. Dabei geht es um Ermittlungen gegen einzelne Beschuldigte, die den Euro-6-Motor EA288 betreffen. Auch der soll wie der Vorgängermotor EA189 eine unzulässige Abschalteinrichtung haben (wir berichteten).

Volkswagen wolle mit der Staatsanwaltschaft kooperieren, doch VW-Sprecher Nicolai Laude sieht die Ermittlungen als “unbegründet” an. Sein Argument: Das Kraftfahrt-Bundesamt habe 2016 Messungen vorgenommen, die den Verdacht auf eine Manipulationssoftware nicht erhärtet hätten. Die technischen Sachverhalte in Verbindung mit den Vorwürfen habe das Unternehmen den Behörden allerdings “proaktiv” ausgehändigt.

Der Abgasskandal nahm 2015 seinen Anfang. Damals hatte Volkswagen zugegeben, die Abgaswerte in rund elf Millionen Dieselautos durch eine Software manipuliert zu haben. Bislang musste der Autohersteller über 30 Milliarden Euro Strafe, Entschädigungen und Gerichtskosten zahlen. Ein Großteil davon wurde allerdings in den USA geleistet. Deutsche Verbraucher müssen weiter vor Gericht um Schadensersatz kämpfen.