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22.07.2019 10:18 Uhr

Formfehler im Autokredit ermöglicht Rückgabe von alten Dieselautos

Formfehler im Autokredit ermöglicht Rückgabe von alten Dieselautos

 

 

Auch wenn die mediale Berichterstattung über den Dieselskandal nachgelassen hat - den betroffenen Autofahrern steckt er noch immer in den Knochen. Die Besitzer werden die Fahrzeuge nicht los oder nur mit einem Wertverlust. Doch es gibt Hoffnung.

 

Wer sein Auto finanziert hat, sollte den Vertrag von einem Anwalt prüfen lassen, denn dieser enthält oftmals Fehler. Weil bei den Widerrufsbelehrung häufig vorgeschriebene Angaben fehlen, können Verbraucher den Autokredit möglicherweise auch Jahre später noch widerrufen. Dabei ist es unwichtig, ob im Fahrzeug eine vom Hersteller manipulierte Abschalteinrichtung verbaut war oder nicht. Selbst Benziner fallen unter die Regelung des sogenannten Widerrufsjokers.

Ford Bank zahlt Raten zurück

Demnach ist es auch unerheblich, ob das Auto von der Volkswagen AG hergestellt und bei der Volkswagen Bank GmbH finanziert wurde. Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen gibt es auch in Verträgen anderer Marken, etwa von Ford. So hatte ein Verbraucher Anfang 2017 einen Ford Tourneo Diesel für etwa 25.000 Euro über die Ford Bank finanziert und den Vertrag Mitte 2018 widerrufen. Bis dahin hatte er mit dem Auto bereits 37.000 Kilometer zurückgelegt, sodass der Wert auf dem Gebrauchtwagenmarkt nur noch bei rund 50 Prozent des Kaufpreises lag.

Durch den Widerruf des Autokredits bekam er im Gegenzug für die Rückgabe des Autos alle bereits gezahlten Raten zurück. Abgezogen wurde ein Wertersatz von etwa 3.500 Euro für die gefahrenen Kilometer. Die meisten Gerichte gehen von einer maximalen Laufleistung von 250.000 Kilometern aus. Da der Verbraucher nur 37.000 Kilometer gefahren war, sind das 15 Prozent - folglich beträgt die Nutzungsentschädigung 15 Prozent des Kaufpreises. Am Ende ging der Besitzer des Ford Tourneo mit rund 10.000 Euro Plus gegenüber einem Fahrzeugverkauf aus der Verhandlung, die außergerichtlich erfolgte.

Manchmal braucht es also gar keinen Prozess, sondern nur einen Anwalt, der sich mit dem Thema auskennt und den Deal mit der Bank aushandelt. Oftmals lässt sich der Weg vor Gericht leider nicht vermeiden. Viele Verbraucher scheuen diesen Schritt jedoch, weil er mit Kosten verbunden ist.

Ohne finanzielles Risiko klagen

Wer eine Rechtsschutzversicherung (RSV) hat, muss sich darüber wenig Gedanken machen. Doch auch ohne RSV ist eine Klage ohne Prozesskostenrisiko möglich. Der erste Schritt ist der unverbindliche Quick-Check auf unserer Webseite, bei dem die mögliche Rückerstattung anhand der Vertragsdaten berechnet wird. Anschließend sollten Sie die Widerrufsbelehrung von Ihrem Anwalt auf mögliche Fehler überprüfen lassen. Auf Wunsch können wir Sie auch an einen unserer spezialisierten Partnerkanzleien verweisen. Wenn Sie dann eine Klage einreichen wollen, kann Profin bei entsprechenden Erfolgsaussichten Ihre Klage durch eine Prozesskostenfinanzierung unterstützen.