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19.07.2019 10:16 Uhr

Landgericht Ravensburg verurteilt Volkswagen AG zu Schadensersatz

 

 

Damit hat wiederholt ein deutsches Gericht anerkannt, dass VW im Abgasskandal durch den Einsatz der unzulässigen Abschalteinrichtung seine Kunden vorsätzlich sittenwidrig geschädigt hätte.

Nutzungsentschädigung zweifelhaft

In dem Urteil vom Mai 2019 hatte das Gericht allerdings beschlossen, dass vom Kaufpreis eine Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer abgezogen wird. Andere Gerichte wie das Landgericht Augsburg (Az. 021 O 3267/17 und Az. 021 O 4310/16) hatten in der Vergangenheit noch härtere Urteile gefällt und der Volkswagen AG keinen Wertersatz für die Nutzung des Fahrzeugs zugesprochen. Deswegen hat der Ravensburger Kläger Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Auch eine teilweise Anrechnung der gefahrenen Kilometer wäre denkbar, wie es etwa das Landgericht Nürnberg-Fürth entschieden hatte (Az.: 9 O 8478/18).

Autohersteller wollen nicht zahlen

Vor allem bei alten Autos mit mehr als 200.000 Kilometern könnte eine Nutzungsentschädigung nämlich so hoch ausfallen, dass beim Gegenrechnen von Kaufpreis und Zinsen kaum noch etwas übrig bleibt und der Kunde am Ende ohne Geld und ohne Auto dasteht. Einige Verfahren hatte der Autohersteller bereits hinausgezögert, um genau dieses Ziel zu erreichen. Doch damit kommt er nicht bei allen Gerichten durch.

Verbraucher sollten daher nicht zögern, ihre Ansprüche rechtlich geltend zu machen und sich im Dieselskandal entschädigen lassen. Mit Profin besteht kein finanzielles Risiko, denn die Kosten für einen Prozess werden bei entsprechenden Erfolgsaussichten zu 100 Prozent übernommen. Lediglich im Erfolgsfall erhält Profin eine Provision von maximal 25%.