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12.11.2019 08:56 Uhr

Mercedes-Fahrer mit guten Erfolgsaussichten im Dieselskandal

Auch wenn es in den Medien aktuell recht still geworden ist um den Dieselskandal - an deutschen Gerichten ist das Thema allgegenwärtig. Rund 30.000 Prozesse sollen es bis Jahresende sein. Ein Großteil beschäftigt sich mit den manipulierten Fahrzeugen der Volkswagen AG.

Aber auch Daimler ist im Visier der Justiz und muss sich vor Gericht oft geschlagen geben. Anders als bei VW gab es für den süddeutschen Autohersteller in den letzten Jahren zahlreiche Rückrufe durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) aufgrund unzulässiger Abschalteinrichtungen in Dieselautos. Auch wenn sich Mercedes dagegen wehrt, gelten die Rückrufe als offizieller Beweis der Manipulationsvorwürfe. Kunden, die Schadensersatz einklagen wollen, hilft das vor Gericht. Und so entscheiden immer mehr Richter zugunsten der Verbraucher.

Daimler soll Motoren manipuliert haben

Das KBA wirft dem Unternehmen vor, mittels ein Software die Stickoxidwerte der Dieselmotoren auf dem Prüfstand gesenkt zu haben, damit das jeweilige Modell eine Typenzulassung erhält. Im normalen Straßenverkehr greift die Software nicht ein, was dazu führt, dass der Schadstoffausstoß die Grenzwerte erheblich überschreitet.

Schon 2017 mehrten sich die Gerüchte, neben Volkswagen könnte auch Daimler in den Abgasskandal verstrickt sein. Im Frühjahr 2018 rief das KBA mehrere tausend Mercedes VITO zurück. Kurze Zeit später hab es einen Rückruf wesentlich größeren Ausmaßes: Für rund 700.000 Fahrzeuge des süddeutschen Autoherstellers wurde ein Software-Update angeordnet. Und auch in diesem Jahr gab es bereits Maßnahmen durch das Kraftfahrt-Bundesamt, zuletzt im Oktober. Wieder waren mehrere hunderttausende Dieselautos der Marke Mercedes-Benz betroffen.

Daimler streitet alles ab und will gegen die Rückrufe in Revision gehen. Die von der Staatsanwaltschaft Stuttgart im September 2019 verhängte Strafzahlung über 870 Millionen Euro bezahlte der Konzern jedoch. Die Ermittlungen waren damit abgeschlossen.

Unverbindlicher Online-Check

Doch was bedeutet das für die Verbraucher? Die sollten keine Angst vor einer Klage haben, denn gerade bei Daimler sind die Erfolgsaussichten gut. Bei LawButler können Kunden über den Online-Check ihre Chancen unverbindlich abschätzen lassen und dann ohne Kostenrisiko klagen.

In der Vergangenheit gab es viele Urteile gegen den Autohersteller, der das Kundenfahrzeug daraufhin zurücknehmen und dem Kunden den Kaufpreis zurückzahlen musste. Die Richter begründen ihre Entscheidung in der Regel mit einer sittenwidrigen Schädigung des Käufers oder verlangen sogar, dass Daimler beweisen müsse, keine illegale Abschalteinrichtung verbaut zu haben. Diesen Beweis blieb das Unternehmen bislang schuldig.