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28.06.2019 02:28 Uhr

Finanzierung der Prozesskosten: Das sind Ihre Optionen

 

Wer sein Recht vor Gericht durchsetzen will, braucht nicht nur gute Nerven, sondern auch eine dicke Geldbörse. Das jedenfalls meinen viele Verbraucher und schrecken deswegen vor einem Prozess zurück. Die Kosten dafür summieren sich und steigen mit jeder Instanz weiter an. Doch es gibt auch die Möglichkeit, dass diese Kosten nicht auf den Verbraucher zurückfallen.

Es ist schnell passiert: Bei einem Unfall entsteht ein Schaden, für den der Verursacher aufkommen soll. Doch der weigert sich. Der Geschädigte sucht einen Anwalt auf und nach dem Erstgespräch steht fest: Er wird die Forderung außergerichtlich geltend machen. Wenn das nicht fruchtet, geht es vor Gericht - und schon fallen jede Menge Kosten und Gebühren an. Dabei ist das Urteil noch gar nicht gefällt und die Frage des Bestehens eines Schadensersatzanspruches noch längst nicht geregelt.

Mit einer Rechtsschutzversicherung (RSV) sind diese Kosten in vielen Fällen abgedeckt und der Verbraucher muss sich keine Gedanken darüber machen. Allerdings sind dafür bestimmte Bedingungen zu erfüllen und jeder, der klagen will, sollte sich zuvor eine Deckungszusage bei seiner Versicherung einholen.

Wer keine RSV abgeschlossen hat, muss hoffen, dass er vor Gericht gewinnt, denn dann kommt die gegnerische Seite für die Prozesskosten auf. Diese setzen sich zusammen aus den Kosten des Gerichts und den Gebühren für die beiden Rechtsanwälte sowie weiteren Kosten und Auslagen und basieren auf dem deutschen Gerichtskostengesetz (GKG) und dem Streitwert.

Hohe Gerichtskosten

Anwälte lassen sich in Deutschland im Durchschnitt mit 180 Euro pro Stunde bezahlen. Eine Erstberatung kostet bis zu 190 Euro. Viel Geld. Deswegen scheuen viele Verbraucher diesen Schritt. Doch ohne Rechtsanwalt kann man seine Ansprüche vor Gericht grundsätzlich nur geltend machen, wenn der Streitwert maximal 5.000 Euro beträgt.
In allen anderen Fällen geht es nicht ohne Anwalt. Bevor dieser jedoch ein Mandat annimmt, muss eine Gebührenvereinbarung unterschrieben werden. Die Kosten werden durch die Gebührentabelle im deutschen Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) vorgegeben. Das sorgt für Transparenz und so lässt sich meist schon sehr früh einschätzen, was der Prozess kosten wird.

Übersteigen die Prozesskosten die finanziellen Möglichkeiten des Klägers, kann dieser staatliche Prozesskostenhilfe beantragen. So können auch einkommensschwache Menschen zu ihrem Recht kommen. Weitere Optionen: Den Anwalt um eine Ratenzahlung bitten oder einen Kredit aufnehmen.

Dieselskandal: Klage ohne Kostenrisiko möglich

In einigen Fällen gibt es jedoch noch weitere Ansätze mit Prozesskosten umzugehen.. So bietet Profin den von der Dieselaffäre betroffenen Autofahrern als Prozesskostenfinanzierer Unterstützung an, damit sie gegen Händler oder Hersteller klagen können. Der Abgasskandal hat hinreichende negative Folgen für die Verbraucher, etwa ein drohender Wertverlust.

Die Fachanwälte von Profins Partnerkanzleien prüfen jeden einzelnen Fall und übernehmen bei einer positiven Einschätzung auf Kundenwunsch die Klageeinreichung. Einfach anmelden und Unterlagen hochladen, schon machen sich die Spezialisten ans Werk. Zahlreiche Urteile aus der letzten Zeit zeigen, dass die Chance, den anschließenden Prozess zu gewinnen und den Kaufpreis für den Diesel wiederzubekommen, sehr gut stehen. Profin kommt dabei für alle Prozesskosten auf. Das gilt auch, sollte der Prozess wider Erwarten verlorengehen. Nur im Erfolgsfall bekommt Profin eine Provision von höchstens 25%.

 

27.06.2019 01:01 Uhr

Was kostet ein Anwalt?