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31.10.2019 04:50 Uhr

Volkswagen, Daimler und BMW tief in der Krise

Die führenden Autohersteller Deutschlands sind in der Krise. Der Umsatzlieferant Verbrennungsmotor, in erster Linie verantwortlich für die Umsatzwerte der vergangenen Jahre, hat Autogerstellern wie BMW, Daimler und Volkswagen jährlich Gewinne in Milliardenhöhe verschafft. Allerdings wird dieser Verbrennungsmotor nun zum Auslaufmodell.
Die aktuelle Klimadebatte ist in sämtlichen Industriestaaten an der Tagesordnung und der Bedarf an neuartigen Antriebsformen wird deshalb auch stets lauter.

Innovative Erfindungen wie der Elektroantrieb oder ein Motor von Wasserstoff angetrieben bedeuten von den Autoherstellern Investitionen in der Höhe von vielen Milliarden. aber Hersteller wie Volkswagen, BMW und Mercedes müssen sich auch neu erfinden. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte müssen gefunden werden: Car-Sharing, Ride-Hailing oder Mobilität in Form von Elektro-Rollern oder -Scootern.

VW und Tesla - Übernahme oder Kooperation?

DER AKTIONÄR - das Magazin für Börse und Finanzen - geht von der Annahme aus, dass es in den kommenden Jahren in der Autobranche einige Firmenübernahmen und Kooperationen geben wird. So könnte zum Beispiel der Hersteller BMW mit Daimler fusionieren. Für VW wäre beispielsweise der Kauf des Pioniers im Bereich der Elektroautos Tesla ein empfehlenswerter Schachzug. Tesla würde als 14. Marke das Portfolio von VW deutlich aufwerten.
Eine sist jedoch ohne Zweifel -die deutschen Hersteller haben die Zeichen erkannt.

Daimler - hohe Einsparungen stehen bevor

Vor kurzer Zeit informierte schlug Ola Källenius, der Daimler-Vorstand Alarm. Möglichst rasche Einsparungen in der Höhe von vielen Milliardenhöhe seien erforderlich.. Ein entsprechendes Sparprogramm soll im November beschlossen und verabschiedet werden.

Der anerkannte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer formulierte gegenüber DER AKTIONÄR dass der neue BMW-Chef Oliver Zipse so schnell wie möglich handeln müsse. Es ist wichtig, sich bei Elektrofahrzeugen besser zu positionieren. Noch dazu empfahl er BMW deutlich öffentlichkeitswirksam aufzutreten, um die entsprechenden Positionen und Stärken von BMW besser darzustellen.

VW konzentriert sich auf den Elektrosektor

Lediglich der Hersteller Volkswagen bringt eine klare und eindeutige Strategie ins Spiel und setzt alles auf die Karte Elektrofahrzeug. Gemeinsam mit dem Unternehmen Northvolt wird eine technologisch fortschrittliche Batteriefabrik hochgezogen. Zu dem Zweck die Abhängigkeit von den aus dem asiatischen Raum stammenden Herstellern von Zellen wie CATL, LG Chem und Samsung SDI zu reduzieren.

Aber die Milliardengewinne der vergangenen Jahre sind Vergangenheit. Die Hersteller BMW, Daimler und VW müssen sich jetzt und vor allem in naher Zukunft neu erfinden. Denn ein Durchbruch beim Verkauf der Elektrofahrzeuge ist noch lange nicht geschafft. Das hat absolut nichts mit den hohen Kaufpreisen zu tun. Auch nicht mit der langen Dauer der Aufladung, der noch zu kurzen Reichweite oder der noch zu kleinen Zahl öffentlicher Ladestationen zu tun. Vielmehr haben es BMW, Daimler und Volkswagen noch nicht fertiggebracht, das Elektroauto von den damit verbundenen Emotionen zu befreien.

Daimler: Zahlen für das dritte Quartal

Die Zahlen für das dritte Quartal und der bevorstehende Kapitalmarkttag im November könnten durchaus positive Neuigkeiten liefern. Besonders am Kapitalmarkttag könnten wichtige Neuigkeiten zur strategischen Umgestaltung beim Hersteller Daimler bekanntgegeben werden. Das könnten zum Beispiel Anpassungen des Portfolios sein, Aussagen über Ziele im Bereich elektrischen Antriebsformen, allfällige Prioritäten bei den Investitionen und Aussagen zur Dividendenpolitik.
Eine Kaufempfehlung von Goldman Sachs
Der Chef von Volkswagen Herbert Diess setzt voll und ganz auf Elektromobilität. Der ID.3, das erste rein als Elektroauto konzipierte Fahrzeug von VW soll entsprechende Emotionen wecken und für VW den Durchbruch in Sachen E-Mobilität bereiten. Die Strategie ist erfolgversprechend. Auch das weltweit tätige Investmentbanking- und Wertpapierhandels-unternehmen Goldman Sachs befürwortet die Strategie des Autobauers und nahm die Aktie wieder auf die Kaufliste.
Laut Informationen des bekannten Analysten George Galliers wird der Autokonzern mit Investitionen von etwa 30 Milliarden Euro zum Marktführer bei Elektrofahrzeugen. Zusätzlich dürfte VW in den nächsten fünf Jahren einen überaus hohen jährlichen Free Cashflow erwirtschaften. Dieser wird in etwa die Höhe von mehr als 10 Milliarden Euro betragen. Noch dazu birgt die Aktie auf dem gegenwärtigen Niveau ein Aufwärtspotenzial von etwa 30 Prozent.

Ferrari fährt dem Mitbewerb davon

Im Vergleich zu den Herstellern BMW, Daimler und VW gibt der italienische Luxusproduzent Ferrari nach wie vor eine mehr als glänzende Figur ab. Seit Jahresbeginn ging es mit der Aktie um 40 Prozent nach oben.
Das Geschäft läuft hervorragend. Kein Wunder also dass Ferrari-Boss Louis Camilleri vor Selbstvertrauen strotzt. Denn ungeachtet aller wirtschaftlichen Risiken sollen der Umsatz und der Gewinn im laufenden Geschäftsjahr noch weiter zulegen. Durch limitierte Auflagen neuer Sportwagen sollen die Renditen noch weiter steigen.

Ferraris Vorteil ist dass Louis Camilleri mit seinem Team auf „High-End-Kunden“ setzt. High-End-Kunden wollen höchstmögliche Qualität, bei möglichst hoher Leistungsfähigkeit des Produkts. Diese Kunden ist auch bereit, einen guten Preis für das exklusive Produkt zu bezahlen.

Auf dem derzeitigen Niveau ist die Ferrari-Aktie nicht günstig. Der Börsenwert liegt bei 22 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 3,3 Milliarden Euro im Jahr 2018. aber die Börse liebt interessante Gewinnmargen, Alleinstellungsmerkmale und Unternehmen, die in einer Nische viel Geld verdienen.

Die Ferrari-Aktie lässt in erster Linie die deutschen Autohersteller ziemlich schlecht aussehen. Das nächste Etappenziel ist das Allzeithoch bei 151,34 Euro. Wer investiert hat, gibt natürlich kein Stück aus der Hand. Das Kursziel beträgt 150,00 Euro.

 

 

31.10.2019 04:16 Uhr

Der Preisanstieg bei Strom